Architektur · Geschichte · Aussicht
Spreebogen
Die markante Flussschleife der Spree im Herzen des Berliner Regierungsviertels mit Reichstag und Kanzleramt.
Foto: Wikimedia Commons
Als Spreebogen wird die ausgeprägte Schleife bezeichnet, die die Spree im Bezirk Mitte nördlich der historischen Spreeinsel beschreibt, zwischen der Marschallbrücke im Osten und der Mündung des Landwehrkanals im Westen. Der Begriff steht heute vor allem für das Areal südlich der ersten Flusswindung, auf dem nach der Wiedervereinigung das neue Berliner Regierungsviertel entstand. Hier reihen sich das Reichstagsgebäude, das Bundeskanzleramt, das Paul-Löbe-Haus und das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus entlang der Wasserkante aneinander.
Die städtebauliche Neuordnung geht auf den Wettbewerb von 1992 und das prämierte „Band des Bundes" zurück, das die Parlaments- und Regierungsbauten als durchgehendes Ensemble quer über die Spree spannt und so symbolisch das ehemals geteilte Berlin verbindet. Das Bundeskanzleramt wurde 2001 eröffnet, die Häuser des Bundestags entstanden in den Jahren danach. Wo bis 1994 noch ein altes Industrie-Areal lag, prägen heute helle Sichtbeton- und Glasarchitektur das Bild.
Ein Spaziergang entlang der Uferpromenaden führt vom Reichstag über die Brücken bis ins benachbarte Moabit und den Tiergarten. Vom Wasser aus, etwa bei einer Spree-Bootsfahrt, lassen sich die Regierungsbauten besonders eindrucksvoll betrachten. Die Wege und Plätze sind frei zugänglich; gute Fotomotive bieten vor allem die Gustav-Heinemann-Brücke und die Spreeufer rund um das Kanzleramt im Abendlicht.
Häufige Fragen
Was du zu Spreebogen wissen solltest
Was ist der Spreebogen in Berlin?
Der Spreebogen ist die ausgeprägte Schleife der Spree im Bezirk Mitte nördlich der Spreeinsel. Heute steht der Begriff vor allem für das Areal mit dem neuen Regierungsviertel rund um Reichstag und Bundeskanzleramt.
Welche Gebäude stehen am Spreebogen?
Am Spreebogen liegen das Reichstagsgebäude, das Bundeskanzleramt, das Paul-Löbe-Haus und das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Sie bilden gemeinsam das sogenannte „Band des Bundes".
Kann man den Spreebogen frei besichtigen?
Ja, die Uferwege, Brücken und Plätze rund um den Spreebogen sind frei zugänglich. Für das Innere des Reichstags ist eine separate Anmeldung nötig; eine schöne Alternative ist eine Spree-Bootsfahrt.
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Reichstagsgebäude
Sitz des Deutschen Bundestags mit begehbarer Glaskuppel von Norman Foster und Blick über die Regierungsmitte.
Großer Tiergarten
Grüne Lunge im Zentrum Berlins mit weiten Wiesen, Seen und schattigen Alleen.
Brandenburger Tor
Berlins berühmtestes Wahrzeichen am Pariser Platz, vom Symbol der Teilung zum Symbol der Einheit geworden.
Touren & Bootsfahrten rund um den Spreebogen
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