Park · Natur · Geschichte
Natur-Park Schöneberger Südgelände
Ein 18 Hektar großer Naturpark, in dem sich die Natur ein ehemaliges Bahngelände zurückerobert hat.
Foto: Wikimedia Commons
Der Natur-Park Schöneberger Südgelände erstreckt sich auf rund 18 Hektar über das Areal des früheren Rangierbahnhofs Tempelhof. Nachdem der Fernverkehr über die Anhalter und Dresdener Bahn 1952 eingestellt und die Westhälfte des Rangierbahnhofs stillgelegt worden war, eroberte sich die Natur das Gelände über Jahrzehnte zurück. Als 1980 Rodungen für einen geplanten Südgüterbahnhof beginnen sollten, wiesen Bürgerinitiativen den ökologischen Wert des Geländes nach und verhinderten die Bebauung. So entstand mitten in der Stadt ein selten gewordenes Biotop aus Birkenwald, Trockenrasen und verrostenden Schienen.
1995 übereignete die Deutsche Bahn das Areal dem Land Berlin als ökologische Ausgleichsfläche. Unter Regie der landeseigenen Grün Berlin wurde es zum Park umgestaltet, 1999 symbolisch eröffnet und unter Natur- und Landschaftsschutz gestellt. Im Jahr 2000 war der Park ein offizielles Projekt der Weltausstellung EXPO und wurde dadurch über Berlin hinaus bekannt. Bis heute zählt er neben dem Britzer Garten und den Gärten der Welt zu den drei großen Parks der Stadt.
Der besondere Reiz liegt im Nebeneinander von verfallenden Eisenbahnanlagen, geschützter Natur und Kunst. Auf erhöhten Stahlstegen läuft man durch den Wald, ohne den empfindlichen Boden zu betreten, vorbei am alten Wasserturm, an Lokschuppen und an rostenden Gleisanlagen mit ihren Kunstinstallationen. Ein historischer Dampflok-Bahnsteig und Skulpturen des Künstlerkollektivs Odious setzen Akzente. Wer Ruhe, ungewöhnliche Fotomotive und ein Stück wilde Stadtnatur sucht, ist hier richtig.
Häufige Fragen
Was du zu Natur-Park Schöneberger Südgelände wissen solltest
Was macht den Natur-Park Schöneberger Südgelände besonders?
Der Park kombiniert verfallende Eisenbahnanlagen eines ehemaligen Rangierbahnhofs mit geschützter Stadtnatur und Kunstobjekten. Über erhöhte Stahlstege läuft man durch einen Birkenwald, vorbei an rostenden Gleisen, einem alten Wasserturm und Lokschuppen.
Wie groß ist der Park und wie lange sollte ich einplanen?
Das Gelände umfasst rund 18 Hektar. Für einen entspannten Rundgang über die Stege und entlang der Gleisanlagen sollte man etwa ein bis zwei Stunden einplanen.
Warum wurde das Bahngelände nicht bebaut?
Nach der Stilllegung des Bahnverkehrs eroberte sich die Natur das Areal zurück. Als 1980 Rodungen für einen geplanten Südgüterbahnhof beginnen sollten, wiesen Bürgerinitiativen den ökologischen Wert des Geländes nach. 1995 ging es als Ausgleichsfläche an das Land Berlin und wurde zum Naturpark.
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