Schloss · Geschichte · Architektur
Schloss Glienicke
Klassizistisches Sommerschloss des Prinzen Carl von Preußen mit italienisch inspiriertem Landschaftspark an der Glienicker Brücke.
Foto: Wikimedia Commons
Schloss Glienicke liegt im äußersten Südwesten Berlins im Ortsteil Wannsee, direkt an der Grenze zu Potsdam und nur wenige Schritte von der berühmten Glienicker Brücke entfernt. Den Kern bildet ein Gutshaus von 1753, das Prinz Carl von Preußen 1824 erwarb und ab 1825 durch Karl Friedrich Schinkel zu einem klassizistischen Sommerschloss im Stil einer italienischen Villa umbauen ließ. Nach Schinkels Tod führte sein Schüler Ludwig Persius die Arbeiten ab 1840 fort. Den Park gestaltete der Gartenkünstler Peter Joseph Lenné, der das hügelige Havelufer in eine kunstvolle Landschaft mit Sichtachsen, Wegen und Blickpunkten verwandelte.
Der Reiz der Anlage liegt im Zusammenspiel von Architektur, Garten und Kunst. Prinz Carl war ein leidenschaftlicher Sammler antiker Steinfragmente, sogenannter Spolien, die unter Mitwirkung des Bildhauers Christian Daniel Rauch in Fassaden und Gartenbauten eingearbeitet wurden. Über das Gelände verteilen sich Staffagebauten wie der Klosterhof mit byzantinischen und venezianischen Originalteilen, das Casino am Wasser und die Löwenfontäne. Seit 1990 gehört Schloss Glienicke als Teil der „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin" zum UNESCO-Weltkulturerbe und wird von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg verwaltet.
Heute beherbergt das Schloss ein Museum, das mit erhaltenen Schinkel-Möbeln und Kunstgegenständen das Wohnambiente der preußischen Hofkultur zeigt. In den ehemaligen Hofgärtnerwohnungen wurde 2006 zusätzlich ein Hofgärtnermuseum eingerichtet, das die Geschichte der preußischen Gartenkunst dokumentiert. Wer den Park besucht, kann frei durch die Anlage spazieren, die Aussicht über die Havel genießen und den nahen Weg zur Pfaueninsel oder zum Jagdschloss Glienicke einplanen. Die aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittspreise für das Schloss prüfen Sie am besten vorab bei der Stiftung.
Häufige Fragen
Was du zu Schloss Glienicke wissen solltest
Wer ließ Schloss Glienicke erbauen?
Prinz Carl von Preußen erwarb das Anwesen 1824 und ließ das vorhandene Gutshaus von 1753 ab 1825 durch Karl Friedrich Schinkel zu einem klassizistischen Sommerschloss umgestalten. Ludwig Persius setzte die Arbeiten ab 1840 fort.
Ist Schloss Glienicke UNESCO-Welterbe?
Ja. Seit 1990 ist Schloss Glienicke als Teil der „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin" in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen.
Kann man den Schlosspark besuchen?
Der von Peter Joseph Lenné gestaltete Landschaftspark ist frei zugänglich und lädt zu Spaziergängen am Havelufer ein. Für das Schlossmuseum und das Hofgärtnermuseum sollten Sie Öffnungszeiten und Eintritt vorab bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten prüfen.
In der Nähe & verwandt
Das passt dazu
Weitere Sehenswürdigkeiten, die sich gut mit einem Besuch von Schloss Glienicke verbinden lassen.
Touren & Tickets rund um Schloss Glienicke
Geführte Rundgänge, Skip-the-Line-Tickets und Erlebnisse rund um Schloss Glienicke. Kuratierte Auswahl von GetYourGuide, direkt buchbar.
* Touren & Tickets von GetYourGuide. Buchst du über die Marker, erhalten wir eine kleine Provision, du zahlst keinen Cent mehr.