Schloss · Kunst · Architektur · Park
Schloss Biesdorf
Spätklassizistische Turmvilla von 1868 im weitläufigen Schlosspark, heute Kunstzentrum und kommunale Galerie im Berliner Osten.
Foto: Wikimedia Commons
Das Schloss Biesdorf entstand 1868/69 nach Plänen von Heino Schmieden und Martin Gropius als spätklassizistische Turmvilla mit T-förmigem Grundriss. Charakteristisch ist der achteckige Turm an der Südostecke mit Kupferdach und Belvedere, der dem Bau das Anmuten einer italienischen Villa verleiht. Über die Jahrzehnte wechselte das Anwesen mehrfach den Besitzer: 1887 erwarb Werner von Siemens das damals rund 600 Hektar große Gut und übergab die Villa zwei Jahre später seinem Sohn Wilhelm. 1927 ging das Grundstück in den Besitz der Stadt Berlin über.
In der Nacht vom 20. auf den 21. April 1945 wurde das Schloss durch einen Brand schwer zerstört; die genaue Ursache ist bis heute ungeklärt. Erst Jahrzehnte später folgte die Wiederherstellung: Nach einer ersten Fassadensanierung von 2002 bis 2007 wurde das Gebäude zwischen 2013 und 2016 vollständig rekonstruiert. Die Gesamtkosten lagen bei rund 8,5 Millionen Euro. Heute dient das Schloss als kommunale Galerie und Kulturort des Bezirks Marzahn-Hellersdorf mit Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und einem Schwerpunkt auf Kunst im öffentlichen Raum.
Rund um das Schloss erstreckt sich der etwa vier Hektar große Schlosspark Biesdorf, ursprünglich von den Gartenarchitekten Eduard Neide und Albert Brodersen gestaltet. Er ist frei zugänglich und lädt mit alten Baumbeständen und weiten Wiesen zum Spazieren ein. Ein Besuch lässt sich gut verbinden: erst eine Runde durch den ruhigen Park, dann ein Blick in die wechselnden Ausstellungen im Schloss. Wer Berlin abseits der touristischen Hotspots erleben möchte, findet hier einen grünen, entschleunigten Ort im Osten der Stadt.
Häufige Fragen
Was du zu Schloss Biesdorf wissen solltest
Was kostet der Eintritt ins Schloss Biesdorf?
Das Schloss Biesdorf wird als kommunale Galerie des Bezirks Marzahn-Hellersdorf betrieben, der Besuch der Ausstellungen ist in der Regel kostenfrei. Auch der umgebende Schlosspark ist frei zugänglich.
Wann wurde das Schloss Biesdorf gebaut?
Das Schloss entstand 1868/69 nach Plänen von Heino Schmieden und Martin Gropius. Nach der Zerstörung durch einen Brand 1945 wurde es zwischen 2013 und 2016 vollständig rekonstruiert.
Was kann man im Schloss Biesdorf machen?
Im Schloss finden wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst statt, mit Schwerpunkt auf Kunst im öffentlichen Raum. Der etwa vier Hektar große Schlosspark eignet sich für ruhige Spaziergänge.
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