Museum · Kunst · Architektur
Bode-Museum
Neobarocker Museumsbau mit markanter Kuppel an der Nordspitze der Museumsinsel, Heimat von Skulpturensammlung, Byzantinischer Kunst und Münzkabinett.
Foto: Wikimedia Commons
Das Bode-Museum thront an der nordwestlichen Spitze der Museumsinsel, wo die Spree sich teilt, und ist seit dessen Eröffnung 1904 eines der markantesten Wahrzeichen des Ensembles. Den neobarocken Bau entwarf der Hofarchitekt Ernst von Ihne; seine 39,5 Meter hohe Kuppel über dem Eingang empfängt Besucher schon vom Wasser aus. Ursprünglich als „Kaiser-Friedrich-Museum“ benannt, trägt das Haus seit 1956 den Namen seines Gründungskonzepteurs, des Kunsthistorikers Wilhelm von Bode. Es gehört wie die gesamte Museumsinsel zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Im Inneren vereint das Museum drei große Sammlungen unter einem Dach. Die Skulpturensammlung spannt den Bogen vom frühen Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert und zeigt Meisterwerke der europäischen Bildhauerei, etwa von Tilman Riemenschneider und Donatello. Das Museum für Byzantinische Kunst präsentiert Werke aus dem 3. bis 15. Jahrhundert, und das Münzkabinett zählt mit über einer halben Million Objekten zu den größten numismatischen Sammlungen der Welt. Die prachtvoll inszenierten Säle mit Stuck, Marmor und Kuppelhallen sind dabei selbst ein Teil des Erlebnisses.
Wer das Bode-Museum besucht, sollte sich Zeit für die Architektur nehmen: Die große Kuppelhalle mit dem Reiterstandbild des Großen Kurfürsten und die stillen, oft weniger überlaufenen Galerien machen den Rundgang zu einem ruhigen Kontrast zum Trubel rund um den Berliner Dom. Praktischer Tipp: Das Haus ist über die Monbijoubrücke gut zu Fuß erreichbar und lässt sich ideal mit einem Spaziergang über die gesamte Museumsinsel verbinden. Aktuelle Eintrittspreise und Öffnungszeiten prüfst du am besten vorab auf der offiziellen Seite der Staatlichen Museen zu Berlin.
Häufige Fragen
Was du zu Bode-Museum wissen solltest
Welche Sammlungen befinden sich im Bode-Museum?
Das Bode-Museum beherbergt die Skulpturensammlung (Mittelalter bis 18. Jahrhundert), das Museum für Byzantinische Kunst (3. bis 15. Jahrhundert) sowie das Münzkabinett, eine der weltweit größten numismatischen Sammlungen mit über 500.000 Objekten.
Warum heißt es Bode-Museum?
Das 1904 eröffnete Haus hieß zunächst „Kaiser-Friedrich-Museum“. 1956 wurde es nach dem Kunsthistoriker Wilhelm von Bode benannt, der die Sammlungskonzepte maßgeblich entwickelt hatte.
Wo liegt das Bode-Museum?
Es steht an der nordwestlichen Spitze der Museumsinsel in Berlin-Mitte und ist gut über die Monbijoubrücke zu Fuß erreichbar. Die Museumsinsel gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.
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