Architektur · Konzerthaus · Kultur
Berliner Philharmonie
Das ikonische Konzerthaus von Hans Scharoun am Kulturforum und Heimstätte der weltberühmten Berliner Philharmoniker.
Foto: Wikimedia Commons
Die Berliner Philharmonie in der Herbert-von-Karajan-Straße 1 am Kulturforum ist die Heimstätte der weltberühmten Berliner Philharmoniker. Der Bau nach Plänen des Architekten Hans Scharoun entstand zwischen 1960 und 1963 und wurde am 15. Oktober 1963 eröffnet. Mit seiner zeltartigen, organisch geschwungenen Form gilt das Gebäude als ein Schlüsselwerk der Nachkriegsmoderne und hat das Erscheinungsbild des Berliner Konzertlebens bis heute geprägt.
Im Inneren machte Scharoun die Philharmonie zum Vorbild für moderne Konzertsäle weltweit: Beim sogenannten Weinberg-Prinzip sitzt das Publikum auf terrassenartig aufsteigenden Rängen rund um das zentral platzierte Orchester, was eine ungewöhnliche Nähe zwischen Musikern und Zuhörern schafft. Der Große Saal fasst rund 2.250 Plätze und ist für seine außergewöhnliche Akustik bekannt. Die große Orgel der Berliner Werkstatt Karl Schuke wurde 1965 fertiggestellt. 1984 bis 1987 ergänzte Edgar Wisniewski nach Scharouns Konzept den benachbarten Kammermusiksaal mit etwa 1.136 Plätzen.
Wer die Philharmonie besuchen möchte, hat mehrere Möglichkeiten: Konzertkarten für die Berliner Philharmoniker und Gastorchester, Architekturführungen durch das Gebäude oder die regelmäßig stattfindenden kostenlosen Lunchkonzerte im Foyer. Die Philharmonie liegt mitten im Kulturforum, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Neuen Nationalgalerie und zur Staatsbibliothek, und lässt sich gut mit einem Besuch des Tiergartens oder des Potsdamer Platzes verbinden. Aktuelle Spielpläne und Tickets finden sich über die offizielle Website des Hauses.
Häufige Fragen
Was du zu Berliner Philharmonie wissen solltest
Wer hat die Berliner Philharmonie entworfen?
Das Gebäude wurde vom Architekten Hans Scharoun entworfen und zwischen 1960 und 1963 errichtet. Die Eröffnung fand am 15. Oktober 1963 statt. Der benachbarte Kammermusiksaal kam 1984 bis 1987 nach Scharouns Konzept durch Edgar Wisniewski hinzu.
Was ist das Besondere an der Architektur der Philharmonie?
Die Philharmonie folgt dem Weinberg-Prinzip: Das Publikum sitzt auf terrassenartig ansteigenden Rängen rund um das zentral platzierte Orchester. Das schafft große Nähe zwischen Musikern und Zuhörern und gilt als Vorbild für moderne Konzertsäle weltweit.
Kann man die Berliner Philharmonie auch ohne Konzert besichtigen?
Ja. Es werden regelmäßig Architekturführungen angeboten, und im Foyer finden in der Saison oft kostenlose Lunchkonzerte statt. Aktuelle Termine und Tickets sollten vorab über die offizielle Website geprüft werden.
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